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Durch
die Zersplitterung Deutschlands im Mittelalter in unendlich viele kleine und
kleinste Gebiete, die durch den Adel "regiert" wurden, sind auch am
Niederrhein heute noch viele der kleinen Burgen und Schlösser vorhanden. Neben
der privaten Nutzung der heutigen Eigentümer, werden eine Reihe von
Wasserburgen, Schlössern und Residenzen der Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Sei es in Funktion von Museen der ursprünglichen Form und Nutzung, sei es in
Form von Museen mit anderen thematischen Schwerpunkten, sei es im
gastronomischen Bereich.
Eine
Region am Niederrhein bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten ... Xanten mit
dem Nachbau einer römischen Siedlung unter Nutzung der realen Ausgrabungen,
Kevelaer mit dem wunderschönen, mitteralterlichen Stadtkern als Wallfahrtsort,
Kalkar mit dem "umfunktionnierten" Schnellen Brüter als Wasserwelt
und eben Schloss Moyland mit seinen Parkanlagen und Ausstellungen. Die
Parkanlagen mit einem herrlichen alten Baumbestand laden ein zum Rasten und
Bestaunen der mannigfaltigen Skulpturen im klassischen und im modernen Stil.
Schloss Moyland wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Kastell
erbaut - ab 1665 wurde Moyland als barockes Wasserschloss auftrags Alexander
von Spaens ausgebaut.

Beginn
des 18. Jahrhunderts ging Schloss Moyland in den Besitz der preußischen Krone
über. Berühmtheit erlangte Moyland 1740, als Friedrich der Große dort mit dem
franz. Philosophen Voltaire zusammen traf. Bekanntlich entstand zwischen den
Beiden eine intensive Freundschaft, die auch Ausdruck fand in einem speziellen
Gastzimmer, das Friedrich für Voltaire in Sans-Souci gestalten lies.
1766
übernahm die Familie von Steengracht das Anwesen, die Moyland ab 1856 durch
Ernst Friedrich Zwirner (Kölner Dombaumeister) nach und nach in die heutige
neugotische Form umgestalten ließ.
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| Der 2. Weltkrieg jedoch hinterließ auch Schloss
Moyland in einem ruinenähnlichen Zustand. Bis zu diesem Zeitpunkt lebten dort
die Nachverfahren derer von Steengracht, hatten aber bereits die Gartenanlagen
der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. |
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| Nach jahrzehntelangem Verfall wurde erst ab 1987
Schloss Moyland restauriert. 1997 wurde Schloss Moyland als Museum
wiedereröffnet. |
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Heute
befinden sich unter dem Kuratorium einer Stiftung (das Land NRW, Fam. von
Steengracht, Gebr. van der Grinten) dort umfangreiche Sammlungen der Brüder van
der Grinten; u.a. die größte Sammlung von Werken Joseph Beuys, aber auch andere
Vertreter der Modernen. Im Schloss selber sind diese umfangreichen Exponate auf
5 Etagen zu bewundern. Mir persönlich jedoch gefällt diese Art der Präsentation
überhaupt nicht. Das einzelne Werk kommt in keiner Weise zur Geltung.
Provozierend gesagt scheint mir nur die Masse zu zählen.
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Derzeit
beherbergt das Schloss eine hochinteressante Sonderausstellung:
Rembrandt
und die englischen Malerradierer des 19. Jahrunderts
Etwa 60 Original-Werke Rembrandts werden den Werken englischer Künstler
"gegenübergestellt", die etwa 150 Jahre später geschaffen wurden. |
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Doch
diese Kunstfertigkeit Rembrandts ohne Farben Bilder lebendig wirken zu lassen
konnte keiner der vorgestellten anderen Werke erreichen.
Nach
gut 3-stündigem Kunstgenuss war es für mich eine Wohltat durch den Park zu
flanieren und das Schloss von allen Seiten zu bewundern ...
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Es war
ein schöner Nachmittag mit vielen Eindrücken, neuen Erkenntnissen und der
Freude an Architektur, Geschichte, Kunst und Natur.
Über
Lage, Öffnungszeiten und aktuelle Veranstaltungen gibt es hier mehr:
http://www.moyland.de
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Wann immer und wo auch immer ist meine Kamera mein ständiger Begleiter. Recht häufig fahre ich z.B. die wenigen Kilometer hinüber in die niederländischen Nachbarstädte Roermond und Venlo.
Immer wieder stelle ich fest, wie sehr mir die Architektur dort gefällt. Hier ein paar Beispiele für dort so typische Bauten:
Die Maas bei Venlo - leider im Moment massive Bautätigkeit, doch eine sehr urige und gemütliche Altstadt säumt die Maas - im Hintergund rechts zu erkennen.
Eines dieser typischen alten Häuser an einem Platz ... auch ritterliche Kämpfer hat es früher in den Niederlanden gegeben.
Das Rathaus von Venlo ...
Impressionen aus Roermond ... typische Hauseingänge ...
... in der Altstadt ...
Viele Häuser sind mit größeren oder kleineren Türmchen verziert. Diese werden oft sehr phantasievoll "bestückt".
Und noch etwas typisches in Roermond ... kleine Plätze mit Parkanlagen und Wasserspielen.


Am Niedrrhein gibt es so manches Kleinod zu entdecken. u.a. auch das restaurierte Schlösschen Wickrath.
Der Ort wurde erstmals 1104 in den Büchern erwähnt. Eine frühere dortige Burg Wichinrod gehörte dem Grafen Gerlach. Die Burg, mit Wassergraben umgeben, war aller Wahrscheinlichkeit nach der Standort des heutigen Schlosses.
Im frühen 18. Jahrhundert wurde diese Burg niedergerissen und Mitte des Jahrhunderts wurde auf dem selben Gelände ein Barockschloss mit Vorburg und Pavillons errichtet. Besonderen Wert legten die Erbauer auf die Anlage des Parkes im französischen Stil, der auch heute noch immer wieder einen Ausflug mit einem Spaziergang wert ist.
Leider existiert heute nur noch die Vorburg, die Marshallerie und das sogenannte Landstallmeisterhaus für den Gestütsdirektor, denn das Schloss beherbergte viele Jahrzehnte lang ein Gestüt.
Heute ist das Schloss mit dem herrlichen Park Ausflugsziel, Museum, Veranstaltungsort für musikalische und literarische Abende ... ein sehr romantisches Restaurant mit gehobener Küche läd ein, einen nachmittäglichen Spaziergang dortausklingen zu lassen. Aber seht nur selber:
 ... das Landstallmeisterhaus
... die Marshallerie
... die Vorburg
... im Restaurant
Copyright Bilder und Text GD
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